playgroundfinder

Suchen und Erfassen von Spielplätzen in ganz Deutschland

HINTERGRUND

Als Teil unserer interdisziplinären Verständigungswoche haben wir uns Gedanken für ein Projekt gemacht, bei dem der Design Anteil geschätzt in etwa gleich groß mit dem Entwicklungs Aufwand ist. Wir haben uns die Fragen gestellt: Was könnten wir selber gebrauchen? Wie können wir mit unserer Idee anderen Menschen helfen? Ist es in einer Woche realisierbar?​

 

IDEE

 

 

Felix: Mein Sohn und Ich sind am Wochenende und anderen freien Tagen immer unterwegs. Dabei schauen wir uns immer irgendetwas an wie z.B. die Standseilbahn oder die Schwebebahn. Auch wenn das tolle technische Denkmäler sind, merke ich eben, das mein Sohn mit seinen aktuell 2 1/2 Jahren nicht wirklich etwas damit anfangen kann. Vielmehr genießt er spürbar die gemeinsame Zeit mit Papa. Nachdem wir dann uns etwas angesehen haben und spaziert sind, suchen wir uns einen Spielplatz, auf dem mein Sohn dann spielen kann.

Ich bin zwar mit Leib und Seele Dresdner, aber wir leben in einer großen Stadt mit vielen Spielplätzen. Klar ist, das man nicht alle Spielplätze kennen kann, und so passierte es, das ich vor einer Weile mit Kind auf dem Arm mitten in Mickten stand und keine Ahnung hatte, wo denn überhaupt der nächste Spielplatz ist. Frustriert und mit Kullertränen in den Augen fuhren wir also wieder nach Hause. Selbst wenn ich in etwa gewusst hätte, wo der nächste Spielplatz ist, hätte ich wahrscheinlich nichts mehr über seinen Zustand, Ausstattung usw. gewusst.

So kam uns die Idee, eine mobile Website zu erstellen, in der Spielplätze mit ihrer Lage, Ausstattung und einer Altersempfehlung des Kindes verzeichnet sind.

 

ZIELE

Folgende Ziele haben wir uns für diese eine Projektwoche gesetzt:

  • Ansprechendes Layout für mobile Geräte (Hauptziel des Projekts)
  • Lokalisierung des Nutzers anhand von Geolocation
  • Umkreissuche
  • Suche anhand von Adressdaten
  • Anzeige der Position des Spielplatzes via Google Maps oder OpenStreetMap
  • Kategorisierung der Spielplätze z.B. nach Alter der Zielgruppe (2-4 Jahre, 4-8 Jahre usw.)
  • Suche nach Eigenschaften (Schaukel vorhanden, Rutsche vorhanden)
  • Bilder des Spielplatzes

Updates

ZIELGRUPPENANALYSE

Natürlich haben wir nicht den zweiten vor dem ersten Schritt gemacht und begannen erst ein Mal mit der Zielgruppen- & Marktanalyse.

Unsere Zielgruppen sind:

  • Eltern, die auf der Suche nach einem Spielplatz in der Nähe sind.
  • Eltern, die ein quängeliges Kind an der Hand haben, weil das Kind unbedingt auf den Spielplatz will (Stimmung gereizt, keine Geduld)

Bei der Gestaltung und Programmierung der mobilen Website sind wir immer wieder an Punkte gelangt, wo wir nicht immer gleich eine Lösung parat hatten. In dieser Situation half uns meist die Zielgruppenbestimmung, indem wir immer vom Worst Case Fall ausgingen und zwar von sehr gereizten Eltern, die ein stark quengelndes Kind an ihrer Hand haben.


MARKTANALYSE

Für die Marktanalyse haben wir separat recherchiert. Dabei haben wir uns einige Fragen gestellt:

  • Was für Apps gibt es schon in der Richtung?
  • Wie sehen diese Apps aus?
  • Sind die Apps regional beschränkt?
  • Sind die Apps offen oder benötigen sie einen Account?
  • Kosten der Apps?
  • Gibt es schon Rezensionen für diese App? ( Kundenmeinungen, Nutzerkreis )

Wir sind auf folgende gemeinsame Ergebnisse gekommen:

Google Analytics

Webseiten / Apps


PROGRAMMABLAUFPLAN

Als nächstes widmeten wir uns dem Programmablaufplan - vorerst dem Happy Path.


GESTALTUNG

Nun lag es an mir unserer mobilen Website anhand des Happy Paths ein geeignetes Aussehen zu geben. In Absprache mit Felix entwickelte ich ein Logo & Farbschema, eine Startseite und daraus weiterführende Aktionen. Dafür nutzte ich Programme wie Photoshop, Illustrator (Logo- & Icon-Erstellung) und natürlich Adobe Experience Design. Damit lassen sich Interaktionen sehr einfach und schnell darstellen. Klickt doch selber unten einfach auf unsere Startseite oder diesen Link und geht spielend auf Entdeckungsreise...

Logo

Farbschema

Hintergrund: #339999 - #24ab6d
Header: #218c8c
Schriftfarbe: #ffffff

 

Schriften

Logo Schrift: Amatic SC
Auszeichnungsschrift (z.B. Spielplatz gefälligst?): Crafty Girls Regular
Normaler Text: Open Sans Light
Eingabefelder: Open Sans Light Italic
Kategorie (z.B. Zustand:): Open Sans Regular

 

Layout

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VERWENDETE TECHNIK

Eine Woche ist nicht gerade viel Zeit um eine Webapp mit allen technischen Raffinessen zu erstellen. Daher fiel meine Wahl schnell auf das Framework Ruby on Rails. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich täglich hauptsächlich mit PHP und Symfony2 zu tun habe, und das Projekt eine gute "Ausrede" war, um mal wieder etwas mit Rails zu machen. 

Als Datenbank kommt Rails typisch Postgres zum Einsatz und das Projekt läuft zur Ansicht aktuell auf einem Free Server bei Heroku. Ich will hier keine Werbung für Heroku machen, aber das war wirklich das schmerzloseste Deployment, was ich bisher hatte.

Im Frontend habe ich konsequent auf Twitters Bootstrap als CSS Framework gesetzt, weil ich damit simpel gesagt gut vertraut bin.

Relativ spät ( am 5ten Tag ) kam ich noch kurzfristig dazu, Spielplatzdaten, die von der Stadt Berlin bereitgestellt wurde, einzupflegen. Die Daten kamen in Form einer Excel Datei, und auch dagegen war ich mit Ruby gewappnet. Keine 2 Stunden später hatte ich alle 1288 Spielplätze mit Adresse, und Koordinaten in der Datenbank, und Lisa und Ich hatten einen großen Erfolg zu verzeichnen.


DATENBESCHAFFUNG

Um an unsere Spielplatz-Daten zu gelangen, traten wir mit vielen verschiedenen Städten in ganz Deutschland in Kontakt. So konnten wir unter anderem Berlin mit 1288 Spielplätzen für unser Projekt gewinnen. Weitere Städte folgen...


MARKETING

Unsere Crowd besteht aus 7 Leuten ;) - Fakt ist, dass unsere mobile Website noch keiner kennt. Auf Earned Media können wir in diesem Fall also noch nicht setzen. Deswegen haben wir uns am Ende unserer Projektwoche Gedanken dazu gemacht, wie wir diese bekannter machen können.

In erster Linie würden wir auf die bereits bekannten Sozialen Netzwerke wie Twitter, facebook & Instagram setzen und Beitrage einspeisen sobald z.B. ein neuer Spielplatz eingetragen wurde. Ein großer Vorteil dieser Plattformen ist, dass der Service kostenfrei zur Verfügung gestellt wird - natürlich nur so lange man keine Werbung schaltet - und man selber Einfluss auf die Beiträge nehmen kann.

Eine weitere Idee war einen kleinen Promotionfilm zu drehen in dem man die Seite und den Nutzen kurz vorstellt. Diesen Promotionfilm könnte man ebenfalls in den Sozialen Netzwerken publizieren.

Neben Suchmaschinenoptimierung, Nutzer-Feedback & Co. kam uns noch die Idee mit den bereits gelisteten Städten nochmals Kontakt aufzunehmen und diese zu fragen ob sie nicht auf ihrer Städteseite mit unserem PlaygroundFinder werben möchten. Da kommen wir auch schon zur Monetarisierungsidee von Felix...


MONETARISIERUNGSIDEEN

Auch wenn die Idee für das Projekt hauptsächlich aus unserem eigenen "Leid" geboren wurde, soll das natürlich nicht heißen, das man daraus nicht auch Kapital schlagen kann. Fakt ist bei diesem Projekt erstmal, das man den Eltern/Nutzern, die die fertige App dann nutzen, nichts berechnen kann. Allerdings wurde ich von Lisa auf eine Idee gebracht, die vielleicht etwas hochgegriffen ist, aber nicht unmachbar ist.

Ein Kurzer Abriss zum Verständnis. Als meine Frau und ich erfuhren, das wir Eltern werden, sahen wir uns nach einer größeren, aber dennoch bezahlbaren Wohnung um. Wir stießen schließlich auf Angebote für günstige Wohnungen in Prohlis. Weder Frau noch ich haben bis dahin in Prohlis gewohnt, als holten wir Informationen bezüglich des Ortsteils ein. Im Ortsamt Prohlis drückte man uns Informationsmaterial in die Hand, bestehend auf Flyern für Einkaufsmöglichkeiten und einer lokalen Zeitung. In dieser Zeitung warb man für Prohlis mit einem Spruch, welcher "Prohlis: eine Heimat für Familien" warb. Genauer gesagt warb man für Prohlis als einen Ortsteil mit guter Infrastruktur, günstigen Mieten, und vielen Möglichkeiten für Familien, wie z.B. Spielplätzen.

Daher kam die Idee auf, das man Spielplatzanzeigen von solchen Institutionen wie der Stadt Dresden, oder den Ortsverwaltung bezahlen lassen könnte, um auf eben diese tollen Spielplätze aufmerksam zu machen. Natürlich hätte man erst ein Argument für solche bezahlten Anzeigen, wenn die entsprechende Nutzerbasis vorhanden ist, aber man hätte mit diese Methode die Möglichkeit, die Kosten für das Hosting und andere anfallende Kosten zu decken, und trotzdem einen kostenlosen Service anzubieten, der bei entsprechend guten Anzeigen vielleicht sogar mehr Leute in solche Gebiete wie z.B. Prohlis oder Gorbitz zu lotsen.


Hello World!